Notizblätter = Zufallgeschenke

Da ich einseitig beschriebenes A4-Papier nicht wegwerfe, sondern die Rückseite für Notizen, Proben, als Unterlage nutze, habe ich immer einen Vorrat davon liegen.

Vor einiger Zeit fiel mir auf, daß die bei der Radier-Arbeit verwendeten Blätter, auf denen ich Notizen zu den Ätzzeiten machte, auf die ich die Platten zum Säubern vom Asphaltlack legte, auf denen ich Druckfarbe ausrollte, die Spachteln abwischte, nach diesen Arbeitsprozessen entsprechende Spuren aufwiesen, die mir gefielen und die ich deshalb mit anderen Mitteln, die gerade zur Hand waren (Aquarell-, Acryl-, Druckfarben, Tusche, Abreibebuchstaben, Papierresten, Rasierhaaren, Briefmarken, usw., usw.), weiter "bearbeitete".

Diese "Arbeit" geschah stets intuitiv, "aus dem Bauch heraus", wurde selten "auf einen Ritt" zu Ende geführt.

Sondern ich habe da so eine Box mit 3 Fächern, in denen ich die jeweiligen Bearbeitungsstadien ablege und wo ich sie bei Bedarf wieder herausnehme.

Wenn ich denke, daß ein Blatt "fertig" ist, suche ich einen Titel und klebe es auf schwarzen, 30 x 40 cm großen Karton, um ihm ein wenig mehr "Gewicht" zu geben und ...
lege es wieder ab!
 

Und irgendwann hat sich die Sache dann sicher auch "totgelaufen"!
Wer weiß?